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Bob Dylan Porträt (Foto: William Claxton) / "Trouble No More" (Foto: Baron Wolman) / "Rolling Thunder Revue" (Foto: Ken Regan) © Sony BMGBob Dylan Porträt, Foto: William Claxton / "Trouble No More", Foto: Baron Wolman / "Rolling Thunder Revue", Foto: Ken Regan, © Sony BMG

Aktuelles aus dem Arbeitsfeld Kunst und Kultur

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Phil Rieger, Dennis Improda, Matthias Surall (v.l.n.r.)

Liebe Freund*innen von Kunst und Kultur!

Der vorliegende erste Newsletter 2021 unseres Arbeitsfeldes Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste, Hannover, ist unbedingt systemrelevant: Er demonstriert, dass Kunst und Kultur auch auf der Grenze der Jetzt-Zeit zwischen Lockdown und ersten zarten Lockerungen und Öffnungen deutlich zeit- wie ortsspezifische Angebote entwickeln und vorhalten. Angebote, die uns erfreuen und unterhalten, uns zerstreuen und fokussieren, uns inspirieren und irritieren. Angebote, deren Relevanz in Anbetracht der Dürre der letzten Zeit in aller Munde sind, siehe Kunstmuseum Wolfsburg. Angebote, die digital, hybrid oder ganz neu auch wieder analog daherkommen. Angebote, die unbedingt erforderlich sind, damit wir begreifen, dass wir mehr und anderes sind als Lockdown-Geschädigte und auf die Grundfiguration der eigenen 4 Wände zurückgeworfene Kreaturen mit rechteckigen Pupillen.

Das (einzig) Schöne an der Krisenzeit ist doch, dass sie dazu verhilft, allen Abstandsgeboten zum Trotz zumindest sinnbildlich wieder enger zusammenzurücken. Das betrifft zu unserer Freude gerade auch Kunst, Kultur und Kirche. Wir freuen uns, dass zahlreiche Gemeinden speziell ihre Gottesdienste für künstlerische Aktivitäten öffnen und diese dann auch be- und entlohnen und sagen: danke und weiter so! Bleiben Sie "negativ" und unbedingt systemrelevant, indem Sie auf die hier versammelten Angebote zugreifen!

Herzlich
Dr. Matthias Surall, Dennis Improda und Phil Rieger
Aus dem Arbeitsfeld

„Triple-K-Fonds“ - es ist noch Geld im Topf für kulturelle Projekte im ländlichen Raum!

Arbeitsfeld Kunst und Kultur mit Hanns-Lilje-Stiftung

Nutzen Sie die Gelegenheit, kulturelle Projekte zu planen und diese mit einer Fördersumme von bis zu 3.000,- Euro unterstützen zu lassen. Mit dem temporär aufgelegten „Triple-K-Fonds“ soll der Dialog von Kunst, Kultur und Kirche im ländlichen Raum gefördert werden. Wir informieren Sie gerne vorab über die Förderkriterien und beraten Sie bei der Antragstellung.

Abbildung: Forum für Kunst und Kultur e.V. Heersum, Kultur im ländlichen Raum während des Corona-Lockdowns, Foto: Jürgen Zinke

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Kunstwerk des Monats März: Graphic Novel "Das Goldene Zeitalter"

bis 31.03.2021

Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD, plädiert in seinem Beitrag zum Kunstwerk des Monats März für die Unterstützung der Künste und des Buchhandels. Mit seiner Empfehlung des ersten Teils der Graphic Novel "Das Goldene Zeitalter" legt er uns märchenhafte Tableaus nahe, in deren Bildwelten man sich verlieren kann. Mag die Wendung der Geschichte auch vorerst schrecklich anmuten, so liegt in diesem Märchen womöglich als Moral die Empörung über Ungerechtigkeit oder das Streiten für Gerechtigkeit begründet.

Abbildung: Cover "Das Goldene Zeitalter" von Cyril Pedrosa & Roxanne Moreil © Verlag Reprodukt

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Kulturkirchen

Die Kulturkichenarbeit in vier Signifikaten Kulturkirchen geht in die nächste Runde

Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und Hanns-Lilje-Stiftung

Die strukturelle Förderung ausgewählter Kulturkirchen wird erneut fortgesetzt. Durch diese Förderung ist die Begegnung von Kirche und Theologie mit zeitgenössischer Kunst und Kultur intendiert. Die bisherige Kulturarbeit soll zudem weiter ausgebaut werden: Im Einvernehmen mit einer Experten-Jury werden auf Beschluss des Kuratoriums der Hanns-Lilje-Stiftung diese vier Signifikanten Kulturkirchen über einen Zeitraum von vier Jahren (2022-2025), mit jeweils einer jährlichen Fördersumme von 60.000,- Euro gefördert:
  • Ev.-luth. Pauluskirche Bremerhaven
  • Ev.-luth. Kulturkirche St. Johannis Buchholz
  • Ev.-luth. Apostel- und Markus Kirchengemeinde Hannover
  • Literaturhaus St. Jakobi-Kirche Hildesheim
Außerdem wird insbesondere der Aufbau der Kulturarbeit in der St. Johannis Gemeinde Göttingen für vier Jahre mit einem jährlichen Betrag von 15.000,- Euro unterstützt.

Darüber hinaus werden auch weiterhin Einzelprojekte kirchlicher Kulturarbeit mit jeweils 8.000 Euro gefördert. Der nächste Bewerbungsschluss für diese Förderung ist der 31. August 2021.

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Die Ungenannten: Ein Platz für die Namen der Toten

02.04-02.05.2021
Kulturkirche Bremerhaven

Eine zweiteilige künstlerische Arbeit zu „Bestattungen von Amts wegen“ von Susan Donath in der Pauluskirche und im künftigen Kolumbarium, der ehemaligen Michaeliskirche Bremerhaven. 

Mit ihrer künstlerischen Intervention greift die Dresdner Bildhauerin eine gesellschaftliche Thematik von Würde und (Un-)Gleichheit auf, die über den Tod hinausreicht, denn – sofern es keine bestattungspflichtigen Angehörigen gibt, kommt die Kommune zwar für die Kosten der Bestattung auf – die Beisetzung erfolgt in der Regel in einem anonymen Grab. „Mir ist es wichtig, dass die Toten und deren Namen erhalten und nachlesbar sind. Sie sind deren letzte bleibende Spuren. Wir sollten als Gesellschaft an dieser Stelle keinen Unterschied zwischen den Bestattungsformen machen und jedem Toten die gleichen Rechte zusprechen“, bekräftigt Susan Donath.

Im künftigen Kolumbarium wird dementsprechend ein öffentlich zugängliches Verzeichnis eingerichtet, das beginnend mit den Namen der 2020 von Amts wegen Bestatteten über den Ausstellungszeitraum fortgeführt werden soll. Parallel dazu ist in der Pauluskirche eine Bodeninstallation zu sehen, die sich an den Marmortafeln in der Turmhalle orientiert, in welchen die aus der Kirchengemeinde stammenden, verstorbenen Soldaten des ersten Weltkrieges verzeichnet sind.

Die Gottesdienste vom 2. April bis 2. Mai greifen das Thema der künstlerischen Arbeiten auf. Ein Besuch der Ausstellung ist darüber hinaus Donnerstag bis Sonntag 15-17 Uhr nach vorheriger Anmeldung möglich.

Abbildung: © Susan Donath, Courtesy Kulturkirche Bremerhaven

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gegen GEWALT?

ab 24.05.2021
Kulturkirche - Markuskirche Hannover

Die Ausstellung „gegen GEWALT?“ versammelt künstlerische Arbeiten, die sich kritisch mit der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation auseinandersetzen, in denen sich anschaulich Haltungen und Einsprüche gegen Entwicklungen und Prozessen formulieren, die das menschliche (Zusammen-)Leben gefährden. Dabei trägt die Ambivalenz des Ausstellungstitels der Infragestellung vorschneller Festschreibungen Rechnung, um stattdessen durch die Auswahl der künstlerischen Beiträge zum Nachdenken über die vielfältigen Erscheinungsformen von Gewalt anzuregen.

Aufgrund der aktuellen Planungsunsicherheit ist die ursprüngliche Ausstellungseröffnung verschoben. Ab Pfingstsonntag 2021 soll die Ausstellung nun in der Markuskirche zu sehen sein. Außerdem ist ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung vorgesehen, um möglichst vielen Interessierten auch digital einen Zugang zu ermöglichen. Zur Ausstellung wird es ein Begleitprogramm geben mit Orgel- und Musik-Impulsen, mit Texten zum Thema Gewalt und ihrer Überwindung in Musik, Kunst und Literatur.

Abbildung: Ausstellungsplakat "GEGEN GEWALT?", Kulturkirche Markuskirche Hannover

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Friedhofskultur

Kabinettausstellung mit Video-Grüßen aus dem Lockdown: Das Letzte - Susan Donath und Juliane Uhl

verlängert bis 30.05.2021
Museum für Sepulkralkultur Kassel

Das Museum für Sepulkralkultur zeigt Arbeiten der in Dresden lebenden Künstlerin Susan Donath und der halleschen Autorin Juliane Uhl. Beide thematisieren den Tod und den Umgang mit dem Tod multidimensional. Sie vereinen verschiedene professionelle und persönliche Perspektiven, die ihre Todesbetrachtungen zu einem gesamtgesellschaftlichen Deutungsraum werden lassen. Seit sieben Jahren arbeitet Juliane Uhl in einem Krematorium, ist Chefredakteurin des Magazins DRUNTER&DRÜBER und publiziert über Tod und Freiheit. Mit Worten erarbeitet sie künstlerische Positionen der Infragestellung und des Zweifels. In die Werke von Susan Donath fließen Recherchen der Künstlerin zu Praktiken des Erinnerns und Gedenkens, zur Tradition der Trauer- und Totenkultur ein. In einem Modellprojekt in Tschechien hat Donath ein künstlerisches Konzept für zerstörte Grabbilder entwickelt.

Das Museum hält Video-Einblicke zu Kunst, Freiheit, Tod und Corona mit den Künstlerinnen sowie mit dem Museumsdirektor Dr. Dirk Pörschmann bereit.

Abbildung: Susan Donath "Totenkrone für A." Version Anemone, 2013-2018, Rocailles auf Draht, 21 x 21 x 4 cm. Courtesy Museum für Sepulkralkultur Kassel

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Film

Kirchen und Kino. Der Filmtipp - Filmbesprechungen

Filmbesprechungen auf kunstinfo

Verzicht auf Filme mit Kinoerlebnis: In den letzten Monaten musste auch das ökumenische Projekt „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ in Niedersachsen und in NRW pausieren. Das Projekt lebt von der Kooperation vor Ort zwischen Kino und Kirchenkreis oder Kirchengemeinde und ermöglicht eine doppelte Begegnung im Kino: zwischen den Kinobesucher*innen als auch mit dem Film. Nichtsdestotrotz verfassen filmbegeisterte Autor*innen weiterhin Filmbesprechungen, welche nicht nur für das Projekt, sondern auch für die eigene Gemeinde- und Bildungsarbeit genutzt werden können. Zuletzt erschienen die Besprechungen zu den Filmen "Systemsprenger", "Erde", "Sorry we missed you", "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya", „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ und "Vergiftete Wahrheit".

Abbildung: "Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" © jip film & verleih

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Wann öffnen die Kinos wieder? Und wer geht dann hinein?

Kulturbeutel-Blog auf chrismon

Diese Fragen stellt Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD, in seinem Kulturbeutel-Blogbeitrag des evangelischen Magazins chrismon. Doch ist zu befürchten, dass uns "negative Gewöhnung" und "technische Revolution" künftig tatsächlich davon abhalten werden, in die Kinos zu gehen, sobald dies wieder möglich sein wird? Oder darf man die Hoffnung teilen, dass die Sehnsucht nach dem gemeinsamen Kinoerlebnis mit Freunden und die Müdigkeit des Streamens schließlich die Oberhand gewinnen?

Abbildung: Apollo-Kino in Linden, Foto: Phil Rieger

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Ausstellungen

How to Survive. Kunst als Überlebensstrategie

online verlängert bis 25.04.2021
Sprengel Museum Hannover

In der Ausstellung sind künstlerische Ansätze von den 1960er Jahren bis heute vereint, die sich mit individuellen und gemeinschaftlichen Krisen befassen. Fragen und Lösungen zu deren Bewältigung finden sich in vielfältiger Weise, wenn Kunst zu einer Art Überlebensstrategie wird. Neben einem Spektrum von Umweltkrisen werden u.a. die uns umgebende Architektur, die Bedrohung durch Krankheiten, reale und fiktive Kindheitstraumata, Ängste und Verletzlichkeit von Jugendlichen, aber auch das Erlernen gemeinschaftlichen Handeln angesichts existentieller Bedrohungen thematisiert. Die prothetische Natur der menschlichen Existenz ist verbunden mit Prozessen der Zerstörung von globaler Tragweite, so dass eine globale Perspektive dementsprechend in ihrer Relevanz für Kunst und Leben befragt wird.

Abbildung: Berenice Olmedo, Olga, 2018, Knie-Knöchel-Fuß-Orthese, Polypropylen, Aluminium, Klettverschluss, Mechatronik, Motoren, Sensoren, Mikrocontroller, 110 x 30 x 15 cm, Courtesy of the artist and Jan Kaps, Cologne, © Berenice Olmedo, 2020

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Leere und Form

bis 27.06.2021
Dommuseum Hildesheim

In der Sonderausstellung des Dommuseums Hildesheim werden der historischen christlichen Kunst des Sammlungsbestandes die sehr konkreten Arbeiten der beiden Künstlergruppen Zero und Gutai gegenübergestellt. Die Konkretheit der Form wie des Materials und die Abstraktion der Idee wie der Konzeption stehen in einem sich ähnlich bedingenden Wechselverhältnis wie Leere und Erfüllung, die ebenfalls aus christlicher Tradition vertraut ist. Wenn auch in unterschiedlicher Formensprache, so lassen sich die zeitgenössischen wie die historischen Kunstwerke danach befragen, was unsere menschliche Leere zu erfüllen vermag. 

Inwiefern das Begleitprogramm stattfinden kann, wird von den Vorgaben angesichts der Pandemie-Entwicklung abhängen.

Abbildung: © Dommuseum Hildesheim, Foto: Florian Monheim

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In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman

bis 06.06.2021
Kunstmuseum Wolfsburg

Die über 250 Kunstwerke und Objekte umfassende Themenausstellung zu Kunst und Kultur der besonders reizvollen Körperzone des Mundes wartet vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit einer Aktualität auf, die während der Ausstellungsplanung nicht zu erwarten war. Hierdurch ist der Mund- und Rachenraum ist in den letzten Monaten umso mehr in den Fokus politischer und medialer Debatten geraten. Mit dem Mund, seinen Lippen, Zähnen und der Zunge sind erfahrungsgemäß Sprache, Schmerz und Schrei ebenso verbunden wie Essen, Schlingen, Speien und Spucken, Lust und Leidenschaft. In einem abwechslungsreichen Ausstellungsparcours wird die ganze Bandbreite von Ekel bis Empathie aufgerufen.

Ein Besuch im Museum ist derzeit nur über die Vorbuchung eines Zeitfensters möglich.

Abbildung: Piotr Uklański „UNTITLED (OPEN WIDE)“, 2012, Faserreaktivfarbstoff auf oxidierten Jute- und Hanftextil undPolyesterwatte, 650 x 1066 x 111 cm, © Piotr Uklański, Courtesy der Künstler und Gagosian Gallery, Foto: Mateusz Sadowski

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Wege in den Himmel - Pilgerspuren

verlängert bis zum 16.05.2021
Eine Doppelausstellung der Museen Stade und Lüneburg

In Norddeutschland machten sich bis zur Reformation viele Menschen auf den Weg zu den großen Pilgerkirchen Europas, doch auch zu zahlreichen heute vergessenen Wallfahrtskirchen in der eigenen Region. Bei Ausgrabungen im Stader Hansehafen 2012/13 wurden zahlreiche Pilgerzeichen entdeckt, die den Blick auf eine bisher unbekannte Welt freigaben. Neben den regionalen Pilgerorten (Wallfahrtsgeografie in Norddeutschland, besonders im Elbe-Weser-Raum), werden in der Ausstellung auch norddeutsche Reisende auf dem Weg zu den großen Pilgerkirchen im römisch-deutschen Reich sowie nach Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem in den Blick genommen, ebenso bilden die Klöster, Stifts- und Domkirchen Niedersachsens einen Schwerpunkt dieser umfassenden Ausstellung zu mittelalterlichen Wallfahrten.

Ausstellung hybrid: Zur Ausstellung gibt es einen virtuellen Rundgang. Am Freitag, den 12.03.2021 öffnen nun jedoch auch die Museen Stade. Für den Besuch ist aufgrund der geltenden Corona-Verordnung eine vorherige Terminbuchung erforderlich!

Abbildung: Pilgerzeichen aus St. Joost (Stinstedt), 15. Jhd., Fundort Stader Hansehafen, Stadtarchäologie Stade © Museen Stade, Foto: Jörg Ansorge

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Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben

bis zum 18.07.2021
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Ein Leben, das möglichst folgenlos bleibt – wie sähe dies aus? Und weshalb sollte Folgenlosigkeit – wohl unerreichbar wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit – dennoch als neues regulatives Ideal überhaupt erstrebenswert sein? Die Schule der Folgenlosigkeit stellt Fragen nach den Auswirkungen eines solchen Strebens auf die materielle und immaterielle Gestaltung unseres Alltags und unseres Zusammenlebens, auf die Wirtschafts- und Sozialordnung und auf unseren Glauben. Gibt es Vorbilder für ein solches Leben in Gegenwart und Geschichte? Das künstlerisch-diskursive Projekt von Friedrich von Borries im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) verknüpft die Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten Selbstlernraum. Vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ werden durch Selbstversuche hinterfragt und neue Perspektiven auf „Nachhaltigkeit“ werden eröffnet. Das Projekt wird ergänzt durch das Stipendium für Nichtstun und ein diskursives Bildungsprogramm in Form einer App.

Abbildung: App "Schule der Folgenlosigkeit", 2020, © Refrakt (Alexander Govoni und Carla Streckwall), Cortesey MK&G Hamburg

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Popmusikkultur

Popmusikkultur und Kirche: Die Bob-Dylan-Festspiele gehen weiter

03.05., 10.05., 17.05., 24.05.2021

Nachdem die dreiteilige Gottesdienst-Reihe in der Apostelkirche Hannover anlässlich des 80. Geburtstags von Bob Dylan auf positive Resonanz gestoßen ist, gibt es nun hier die Predigten zum Nachhören.

Im Verbund mit dem Kino im Künstlerhaus Hannover, dem AK Kirche und Film und dem AK Popmusikkultur und Kirche ist für Mai eine vierteilige Bob-Dylan-Filmreihe geplant. Für jeden Film wird es eine Einführung geben. Die Filmtitel werden noch bekanntgegeben.

Am Pfingstmontag, den 24.05. um 10:00 Uhr, nimmt dann ein Radio-Gottesdienst im Deutschlandfunk, gesendet aus der Kulturkirche Literaturhaus St. Jakobi in Hildesheim, mit P. Dr. Matthias Surall, Pn. Imke Schwarz und weiteren Beteiligten den „Picasso of Song“ in den Fokus.

Abbildung: Bob Dylan, © Sony BMG

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Schöne Synchronizität zweier Großmeister

Die 8. Kalenderwoche dieses Jahres hatte es in sich: Sowohl Bob Dylan als auch Nick Cave veröffentlichten jeweils bis dato Ungehörtes und Neues.

Bob Dylan, 1970 – oder: Genie und Fleiß


Es ist und bleibt ein popkmusikkulturelles Phänomen und Präsent, was Bob Dylan allein quasi auf der Reste-Rampe hat. Die offizielle BOOTLEG SERIES umfasst seit der ersten Auflage mittlerweile 15 Editionen. Und auch die sogenannten COPYRIGHT COLLECTIONS gehen mit dieser neuen Veröffentlichung in die 5. Auflage. Hier handelt es sich um weitere Outtakes und alternative Aufnahmen der umfangreichen Sessions, die 1970 zuerst das Doppelalbum SELF PORTRAIT und dann das Album NEW MORNING hervorbrachten. Bemerkenswert hier, dass es teils vier bis sechs Versionen eines Songs gibt, die alle differieren, ein künstlerisches Merkmal, dem Dylan, der "Performing Artist" auch als Fleißarbeiter im Studio huldigt. Anspieltipp: die wunderbaren Band-Versionen der ursprünglich solo akustisch eingespielten Ballade Tomorrow Never Knows.

Abbildung: © Columbia Records, Legacy Recordings (Sony Music)

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Nick Cave and Warren Ellis, CARNAGE – oder: Duett und Duell


Auch Nick Cave hat den Lockdown gleich mehrfach kreativ genutzt und unter anderem ein neues Album in Kooperation und im Duett mit seinem musikalischen Mastermind Warren Ellis aufgenommen. Musikalisch dominiert hier nach wie vor das Elektronische, der Ambient-Charakter. Aber es ist immerhin wieder mehr Musik zu hören als zuletzt auf GHOSTEEN. Und textlich-inhaltlich schwingt sich Nick Cave nach der Traumabearbeitung auf seinen letzten beiden Studioalben hier wieder neu zu alten Höhen auf: da dräut die Apokalypse, da pulsiert der Lockdown untergründig als Bedingung des Lebens und Schaffens, da duelliert sich ein Künstler mit den Elementen von Natur, Fauna und mehr. Und in der Mitte des Flusses … wartet die Hand Of God, aber hören Sie selbst, der Titel des Albums hat wenig überraschend etwas Programmatisches.

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Lesenswert

Shida Bazyar: Drei Kameradinnen

 ab 15.04.2021
Verlag Kiepenheuer & Witsch
„Uns gibt es in dieser Welt nicht. Hier sind wir weder Deutsche noch Flüchtlinge, wir sprechen nicht die Nachrichten und wir sind nicht die Expertinnen. Wir sind irgendein Joker, von dem sie noch nicht wissen, ob sie ihn einmal zu irgendetwas gebrauchen können.“ (Aus: "Drei Kameradinnen")
Der neue Roman von Shida Bazyar, Kulturförderpreisträgerin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers 2016, trägt den Titel "Drei Kameradinnen" und handelt von drei jungen Frauen, die seit ihrer gemeinsamen Jugend eine tiefe Freundschaft verbindet. Hani, Kasih und Saya verbindet jedoch auch die Erfahrung in einer Gesellschaft zu leben, die keine Andersartigkeit duldet. Die Spannungen und Ungeheuerlichkeiten der Gegenwart zeigen sich in alltäglichen Blicken und Sprüchen und münden in Hass und rechter Gewalt. Der Roman von Shida Bazyar ist von aktuell existentieller Brisanz. Die Autorin zeigt, dass sich Gewalt, Hetze und Ignoranz nur mit Solidarität begegnen lässt und ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer intoleranten Gesellschaft nur durch bedingungslose Freundschaft möglich wird.

Abbildung: Buchcover "Drei Kameradinnen", © Verlag Kiepenheuer & Witsch

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Kirche und Kultur in der Krisenzeit

LIT-Verlag in der Reihe: Christsein aktuell

Ein literarisch-politisches Nachdenkebuch gespickt mit Impulsen bringt Sybille C. Fritsch-Oppermann heraus, die uns aus der Reihe "freitags bei uns im oberharz" bekannt ist: Was haben Kirche und Kultur sich einander zu sagen, wenn es um ein sinnerfülltes Leben und Handeln geht? Unter dem Motto „Kirchenkunststückchen – KircheMachtSinn“ gingen Menschen unterschiedlicher Milieus, Kulturen und Religionen in der Kulturkirche Zellerfeld im Oberharz dieser Frage nach. Aufgrund der Corona-Einschränkungen mussten jedoch neue Formate entworfen werden. Anstatt der Veranstaltungen vor Ort wurden im Jahr 2020 insgesamt 12 Freitagsrundbriefe versendet, die nun gesammelt herausgegeben werden.

Abbildung: "Engel derzeit ständig unterwegs“ – der Engel über dem Zellerfelder Taufbecken, Foto: Thomas Block

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Tipps & Angebote

Mittelalterliche Bilder führen durch die Passionszeit

St. Sixti-Kirche Northeim (Ev.-luth. Kirchenkreis Leine-Solling)

Bewahrt. Übersehen. Wiederentdeckt. Restauriert. Mittelalterliche Glasmalereien in der St. Sixti-Kirche Northeim bei Göttingen aus dem 15. Jahrhundert werden neu gedeutet und führen in einem "Bilder-Kreuzweg" durch die Passionszeit. Mehrere Autorinnen und Autoren wurden eingeladen, die Bildwerke aus der Zeit um 1478 zu beschreiben, die das letzte Abendmahl, die Festnahme Jesu im Garten Gethsemane, die Geißelung Christi und schließlich die Kreuztragung durch Simon von Kyrene zeigen. Mit wöchentlichen Bildern und Texten werden die monumentalen Glasmalereien vorgestellt, die aufwändig restauriert wurden und zurzeit noch ausgelagert sind. Nach Abschluss der Innenrenovierung der Northeimer St. Sixti-Kirche werden sie im Sommer zurückkehren. Zu sehen sind die Bilder und Texte in den Passionswochen auf der Seite www.sixti-northeim.de und bei Instagram unter #kirche.leine_solling.

Eine Broschüre mit den Texten und Bildern sowie mehreren Interviews wird abschließend zu Ostern erscheinen. Diese kann über die Superintendentur des Ev.-luth. Kirchenkreises Leine-Solling bestellt werden. 

Am 30. März wird ein Vortrag mit der Kunsthistorikerin Dr. Elena Kosina zur „Entstehungsgeschichte der Northeimer Glasmalereien mit Quellen, Rekonstruktion und kunsthistorischer Zuordnung" als Videokonferenz stattfinden. Der Zugang wird über die Internetseite und über Instagram veröffentlicht.

Abbildung: Die Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane (1478), Foto: Nicole Sterzing

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Vincent van Gogh und die Bibel

  online am 13.4., 20.0.4., 27.4.2021, je 18:00-19:00 Uhr
Hannoversche Bibelgesellschaft e.V in Kooperation mit der Stadtakademie Hannover 

­­­­­Im Mittelpunkt der kleinen Seminar-Reihe, unter Leitung von Steffen Marklein, stehen drei Bilder von Vincent van Gogh: "Stillleben mit Bibel", "Der Sämann vor untergehender Sonne" und "Schuhe". Die Bildbetrachtungen führen in die Glaubens- und Gefühlswelt des niederländischen Malers ein. Damit werden Fragen nach unserem Verständnis der biblischen Botschaft heute eröffnet.

Die Anmeldung ist bis zum 6.4.2021 möglich.

Abbildung: Vincent van Gogh, Nuenen, Oktober 1885, Öl auf Leinwand, 65.7 cm x 78.5 cm  © Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation) ­­­­

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Bibelfliesen-Poster-Präsentationen und Postkarte zur Jahreslosung 2021

Projektgruppe Kulturgut Bibelfliesen

Die "Projektgruppe Kulturgut Bibelfliesen" (Norder Bibelfliesenteam, Ostfriesland und AK Bibelfliesen im Münsterland, Emsdetten) hat ihr Vortragsprogramm und die bewährte Wanderausstellung "Mit Bilderfliesen durch die Bibel" um ein reichhaltiges Programm von Bibelfliesen-Poster-Präsentationen ergänzt, die Gemeinden ebenfalls zur Ausleihe angeboten werden. Thematische Schwerpunkte bilden:
  • „Geld regiert die Welt“
  • „Flucht und Vertreibung
  • „biblische Wurzeln kirchlicher Feste“
  • „Gel(i)ebte Leidenschaft“
  • „Träume in der Bibel“
  • „Glauben leben – Werke der Barmherzigkeit" (passend zur Jahreslosung 2021)
Zur Jahreslosung ist zudem eine Bibelfliesen-Postkarte erschienen, die gegen Spende zur Förderung der Projektarbeit Kulturgut Bibelfliesen bestellt werden kann.

Abbildung: Bibelfliesen-Postkarte zur Jahreslosung 2021 © Projektgruppe Kulturgut Bibelfliesen

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Pastor Dr. Matthias Surall beantwortet sie gerne!

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Pastor Dr. Matthias Surall
Beauftragter für Kunst und Kultur
im Haus kirchlicher Dienste
der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

 


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